Fachschule für Jugend- und Heimerziehung

Erzieher*innen mit dem Schwerpunkt Jugend- und Heimerziehung übernehmen selbstständig und eigenverantwortlich vielfältige Aufgaben in Erziehung, Bildung, Betreuung und Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen. 

Sie sind tätig in unterschiedlichen Bereichen der Erziehungs- und Jugendhilfe, beispielsweise einer Wohngruppe. Sie sind verantwortlich für eine ganzheitliche Begleitung der jungen Menschen, für eine verlässliche Gestaltung des Alltags und der Freizeitgestaltung. 
Die Jugend- und Heimerzieher*innen arbeiten mit Eltern, Schulen, Ausbildungsbetrieben, Ärzten und Jugendämtern zusammen. Sie unterstützen Familien und arbeiten i.d.R. familienergänzend.

In der Ausbildung spielen Einfühlungsvermögen, Kommunikationsfähigkeit und die eigene psychische Belastbarkeit eine große Rolle.
Sie erwerben Wissen und Fertigkeiten, die Sie in die Lage versetzen, komplexe berufliche Aufgabenstellungen mit professioneller Haltung, Eigeninitiative und Selbstreflexion zu strukturieren und zu bewältigen. 
Der Unterricht orientiert sich an Aufgabenstellungen aus der Praxis, Sie lernen diese einzuschätzen, auf dieser Grundlage Entscheidungen zu treffen und können so Problemstellungen aus der Praxis lösen.

In der praktischen Ausbildung bei unseren Kooperationspartnern wenden Sie diese gewonnene Kompetenz an.

Die Ausbildung wird mit einer Facharbeit abgeschlossen, in deren Rahmen Sie sich vertieft mit einem Thema aus der Ausbildung auseinandersetzen. 

Die Fachschulausbildung startet jährlich zum Ende der Sommerferien und dauert drei Jahre. Wir bieten die praxisintegrierte Form (PIA) an, in der über drei Jahre hinweg Theorie und Praxis im Wechsel stattfinden. 

Wir bilden aus in der Praxisintegrierten Form (PIA). in den drei Jahren der Ausbildung sind sie einzelne Tage und Blöcke an der Ludwig Schlaich Akademie und die anderen Tage sind Sie in der Praxiseinrichtung.

  • Pädagogik und Sozialarbeitswissenschaft mit Sonder- und Heilpädagogik
  • Psychologie und Soziologie 
  • Didaktik und Methodik 
  • Rechts- und Berufskunde mit Organisation und Betriebswirtschaft
  • Umwelt- und Gesundheitserziehung mit Bewegungserziehung und Sportpädagogik
  • Medienpädagogik 
  • Erlebnispädagogik 
  • Musisch kreative Gestaltung mit Kunsterziehung, Musik-, Spiel- und Theaterpädagogik
  • Religion und Ethik 
  • Gemeinschaftskunde und politische Bildung 
  • Traumapädagogik
  • Systemisches Arbeiten

Insgesamt 2000 Stunden Theorie und
1200 Stunden jugend- und heimerzieherische Praxis sowie 400 Stunden angeleitete Fachpraxis.

Die Ausbildung startet jählich nach den Sommerferien.

  • Die Inhalte des Unterrichts sind eng abgestimmt mit den Bedarfen  der Praxis. Durch die fächerübergreifende Vernetzung in Lernfeldern bleiben Ausbildungsinhalte in ihren Zusammenhängen bestehen und entsprechen einer ganzheitlichen Praxis
  • Wertschätzende Haltung im menschlichen Miteinander
  • Begleitung und Stärkung der Schüler*innen bei ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung 
  • Dozent*innen mit eigener Praxiserfahrung
  • Nutzung einer Lernplattform für das Blended Learning
  • Erzieherische Hilfen in stationärer und teilstationärer Form
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Tageseinrichtungen für Kinder: allgemein, integrativ oder für junge Menschen mit Behinderungen
  • Einrichtungen der Jugendberufshilfe
  • Einrichtungen zur Resozialisierung gefährdeter, suchtkranker oder straffälliger junger Menschen
  • Jugendzentren, Jugendtreffs, Spielmobile und betreute Abenteuerspielplätze
  • Streetwork, Anlaufstellen für Straßenkinder
  • Ganztagsschulen  und pädagogische Assistenz an Schulen
  • Internate an Schulen für Menschen mit und ohne Behinderungen
  • Mittlerer Bildungsabschluss oder gleichwertiger Abschluss.
  • ein mindestens einjähriges Vorpraktikum in einer Einrichtung oder Dienst des Sozial- und Gesundheitswesens 
  • oder Freiwilliges Soziales Jahr  (FSJ)
  • oder Bundesfreiweilligendienst (BFD), jeweils unter pädagogischer Anleitung.
  • Zusage einer Einrichtung für einen Praxisplatz und die zur Ausbildung notwendige Anleitung durch eine Fachkraft.
  • Nachweis über die gesundheitliche Eignung für eine Tätigkeit in der Jugend- und Heimerziehung. 
  • Deutsche Sprachkenntnisse - mindestens B2 Niveau.

Das Vorpraktikum  verkürzt sich auf sechs Wochen, wenn eine der folgenden Voraussetzungen vorliegt: 

  • Abitur oder Fachhochschulreife 
  • eine mind. 2-jährige abgeschlossene pädagogische Berufsausbildung (z.B. Kinderpfleger*in)
  • eine mind. 3-jährige Betreuung von eigenen Kindern im Haushalt 
  • eine mind. 2-jährige Tätigkeit als anerkannte Tagesmutter
  • ein einjähriges Berufskolleg für Praktikant*innen oder Berufskolleg Fachrichtung Soziales  

 Hier ist im Einzelfall eine Zustimmung der oberen Schulaufsichtsbehörde (Regierungspräsidium) notwendig. Die Zustimmung wird durch die LSAK eingeholt.

Im Rahmen einer Infoveranstaltung wollen wir Ihnen als interessierte/r Schüler*in und Eltern als auch Praxisstellen über den geplanten Ablauf, den Inhalten sowie über die Zulassungsvoraussetzungen informieren. Weitere Themen werden die anfallende Kosten und die Möglichkeiten nach Abschluss der Fachschule sein. Für weitere Fragen und persönliche Beratungen stehen wir Ihnen im Anschluss an die Veranstaltung mit Rat und Tat zur Verfügung.

Die Termine finden Sie unten auf dieser Seite.
Für eine bessere Planung bitten wir um Anmeldung unter elke.haas@LSAK.de

Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns auf Ihren Besuch.

Sollten schon vorher Fragen auftauchen, steht Ihnen wir Ihnen gerne telefonisch und per Mail zur Verfügung.

Interessiert?

Dann  bewerben Sie sich bitte schriftlich mit dem Anmeldeformular und folgenden Bewerbungsunterlagen:

  • Bewerbungsschreiben
  • Ausgefülltes Anmeldeformular
    Download Anmeldeformular
  • 1 Passbild
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Geburtsurkunde
  • Ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis (nicht älter als 6 Monate bei Ausbildungsbeginn)
    Sie beantragen es bei der Gemeinde-/Stadtverwaltung Ihres Wohnorts mit dem Anschreiben, das Sie hier downloaden.
    Download Anschreiben
  • Ärztliche Bescheinigung
    Download Vorlage ärztliche Bescheinigung
  • Beglaubigte Schulzeugnisse
  • Sonstige Nachweise, je nach Zugangsvoraussetzung
  • Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten (bei Minderjährigen)
  • Ein Motivationsschreiben (Wir möchten wissen, warum Sie den Beruf des/der Jugend- und Heimerezieher*in erlernen wollen – maximal 1 DIN A 4 Seite)
  • Die Erklärung eines Trägers einer Einrichtung (im Umkreis von 30 km von der Ludwig Schlaich Akademie), dass er Sie praktisch ausbilden will. (Stempel und Unterschrift im Anmeldeformular)
    Wir kooperieren mit der Diakonie Stetten 

Bitte senden Sie uns keine Originalunterlagen und keine Bewerbungsmappen zu, sondern beglaubigte Kopien. 
Sie erhalten die Unterlagen nach Abschluss des Bewerbungsvorganges nicht zurück.

Wir erheben einen monatliches Schulgeld in Höhe von 48 Euro, das i.d.R. von der Praxiseinrichtung gezahlt wird. Für Unterrichtsmaterial, Studienfahrten und Unterrichtsaktivitäten können zusätzliche Kosten entstehen.
Sie erhalten in der Praxisstelle eine Ausbildungsvergütung und  können Aufstiegs-BAföG beantragen unter www.aufstiegs-bafoeg.de.

Wir kooperieren mit

Berufsbildungswerk Waiblingen
Kontakt: Markus Pflugfelder

Paulinenpflege Winnenden
Kontakt: Dominic Söhner

Wenden Sie sich an die Kontaktpersonen, wenn Sie einen Ausbildungsplatz für die Praxis suchen.

Näheres erfahren Sie auf unserer Website unter Fort- und Weiterbildung und Studium.

Infoveranstaltungen

Neue Termine werden wieder eingestellt, solange können Sie uns alle Fragen per Mail oder telefonisch stellen!