Ludwig Schlaich Akademie für diakonisches Lernen ausgezeichnet!

Ein Filmprojekt unserer Schüler*innen

Die Fachschule für Sozialpädagogik der Ludwig Schlaich Akademie in Waiblingen ist mit dem Schulpreis für diakonisches Lernen geehrt worden. Bei der Preisverleihung am 17. Juni gehörte die Akademie zu den vier ausgezeichneten Preisträgerschulen. Vergeben wird die Auszeichnung vom Evangelischen Schulwerk, dem Dachverband von über 300 evangelischen Schulen und Bildungseinrichtungen in Baden-Württemberg. Der Förderpreis würdigt Mitgliedsschulen, die ihr christliches Profil im Schulalltag spürbar machen und diakonisches Handeln in der schulischen wie beruflichen Lebenswelt verankern. Bewerben konnten sich die Schulen mit einem kurzen Filmbeitrag, in dem sie ein aktuelles oder geplantes Projekt vorstellen. In diesem Jahr stand die Ausschreibung unter dem Eindruck der Jahreslosung „Siehe, ich mache alles neu“ – ein Aufruf, mutige und innovative Wege an der eigenen Schule sichtbar zu machen.

Genau dazu passte die Bewerbung der Akademie, die ihr Lernkonzept „ILG – Individuelle Lernwege gestalten“ in einem rund vierminütigen Video vorstellte. Hinter dem Konzept steht eine bewusste Abkehr vom klassischen Frontalunterricht. Statt im Gleichschritt durch den Stoff geführt zu werden, arbeiten die angehenden Erzieherinnen und Erzieher an individuellen Lernwegen, setzen eigene Schwerpunkte und steuern ihr Lernen in hohem Maß selbst. Die Lehrkräfte stehen dabei weniger als Vermittelnde vor der Klasse, sondern begleiten die einzelnen Lernprozesse.

Dieser Ansatz verändert die Rolle aller Beteiligten. Die Auszubildenden übernehmen früh Verantwortung für ihren eigenen Lernfortschritt, entwickeln Lernstrategien bewusst weiter und lernen, Herausforderungen kritisch zu reflektieren. Genau diese Kompetenzen brauchen sie später im pädagogischen Beruf, wenn sie selbst Kinder in offenen, selbstbestimmten Lernsituationen begleiten. Das Konzept bildet also nicht nur Fachkräfte aus, sondern lässt sie die Haltung, die sie später weitergeben sollen, im eigenen Lernen erfahren.

Wie sehr dieser Gedanke trägt, zeigte sich an der Entstehung des Bewerbungsvideos selbst. Nach einer gemeinsamen Ideenfindung und der Abstimmung des Storyboards mit Lehrkräften des dritten Ausbildungsjahres lag die Umsetzung in den Händen der Auszubildenden. Sie führten Regie, filmten, schnitten das Material und übernahmen die Vertonung. Das Video ist damit selbst ein Beispiel für das Konzept, das es vorstellt: Die Lehrkräfte gaben den Rahmen vor und überließen den Lernenden bewusst Verantwortung und Gestaltungsspielraum.

Herausgekommen ist ein authentischer Blick in eine Ausbildung, die auf Eigenständigkeit, Praxisnähe und Selbstorganisation setzt. Der Dank der Schule gilt deshalb besonders den Auszubildenden, die das Video mit viel Einsatz und Teamgeist erstellt und damit maßgeblich zur Auszeichnung beigetragen haben.

Der Schulpreis bestätigt nun den eingeschlagenen Weg – und zeigt, was möglich wird, wenn man jungen Menschen Vertrauen schenkt

Das Bewerbungsvideo
Die Laudatio bei der Preisverleihung